Von Solingen Zur NSU

Bild von Focus (23/1993)

 Im Mai 2014 ist ein Jahr vergangen, seit der Gerichtsprozess gegen rechtsextreme Terorristen begonnen hat, die insgesamt neun ausländische Mitbürger – davon acht türkischer und einer griechischer Herkunft – ermordet haben. Gleichzeitig ist es auch der Jahrestag jener Ereignisse, als es 1993 in der Stadt Solingen zu Brandanschlägen an die Wohnungen von Türken durch rechtsextreme Terroristen kam.

Die Opfer sind stets Ausländer, die Täter stets rechtsextreme Terorristen gewesen. Auch die Versprechen der Politik vermochten es nicht, rassistisch motivierte Aktionen zu verhindern, so dass sich die Angriffe gegen das gemeinsame und friedliche Zusammenleben fortgesetzt haben.

Wenn in Deutschland Integration eine Voraussetzung für das gemeinsame und friedliche Zusammenleben ist, so ist politische Teilnahme eine andere.

Deshalb muss den in Deutschland lebenden Migranten, die seit Jahren zum wirtschaftlichen und sozialen Aufschwung dieses Landes beigetragen haben, durch die Möglichkeit der Teilnahme an Kommunalwahlen signalisiert werden, dass sie ein Teil dieses Landes sind.

Rassistische Angriffe, wo auch immer auf der Welt sie stattfinden und gegen wen sie sich auch richten, können nur durch ein gemeinsames Engagement verhindert werden.

Noch einmal missbilligen wir als HDF alle faschistischen Angriffe und Aktionen, allen voran die Eriegnisse von Solingen.

 

Necip Şahin
Bundesvorsitzender der HDF